Tachchen alle zusammen!
Im Vorwort will ich euch mal gleich die Angst nehmen, dass hier jetzt ein seitenlanges Abspulen von irgendwelchen Natur- oder Landschaftsbeschreibungen kommt. Anders als bei “Herr der Ringe” geht´s mal gleich ans Eingemachte - also: Chips und Süßkram raus, 3-D-Brille auf und ab ins Abenteuer!
Tja, was gibt´s über Madeira zu sagen? Hm… Natürlich ist das eine tolle Insel (sonst wären meine Freundin und ich da auch nicht hingeflogen). Wobei “toll” wohl doch besser erklärt werden muss: Für alle, die Badeurlaub machen wollen oder sich viel von der madeiranischen Kultur versprechen: Negativ - bleibt einfach im Flieger sitzen und steigt nicht aus - der muss ja irgendwann wieder zurück nach Deutschland.
Die Insel hat eine ganz andere Schönheit: Nämlich traumhafte Landschaften, viele viele Blumen und son Zeug (bin kein Botaniker und weiß leider nicht, wie das Kraut alles hieß), dann kommen wieder Landschaften und dann sind da noch die vielen Berge (die ja eigentlich die Landschaften bilden) und Felsen (so habe ich die Berge genannt, die aus dem Meer herausragten). Zu guter Letzt nicht die Wolken vergessen, die aufgrund der bergreichen Insel mal über, vor, mitten um, oder unter einem waren.
Madeira hat übrigens etwas ganz besonderes: Die Insel ist unterteilt in Ost, West, Nord und Süd!!! Ist doch der Hammer oder? Als uns die Reiseleitung das gesagt hatte, war ja gleich klar: das Abenteuer ruft - hoffentlich kommen wir da lebend raus um es unseren Enkelkindern mal zu erzählen! Außerdem soll es auf der Insel Mikroklimata (nicht Microsoft) geben - alle 10 Kilometer ein anderes Wetter. Tja, meine Freundin und ich sind auf der 1.200 m² großen Insel immerhin 600 km rumgecruised und haben immer das gleiche Wetter gehabt - vielleicht sollte das dortige Mikroklimata-Kartellamt das mal überprüfen!
Viel Spaß gemacht hat aber wirklich das Auto fahren. Ohne Flax. Das war wirklich mal Abenteuer pur - also eigentlich nach meinem Geschmack. Da kam man sich gleich vor, wie in einem Indiana-Jones-Film. 180 Grad Kurven ohne Ende (wie bei einer Karrerabahn, bei der man nur die Kurvenstücke hat - gerade Straße, was ist das?), 25 bis 30 Grad Steigung oder Gefälle über mehrere Kilometer oder aber die ganze Tour, mit Glück 4 Meter breite beidseitig zu befahrende Straßen, keine Bürgersteige - und die gemeine Verwaltung beschränkt die Geschwindigkeit auf 70 km/h (voll die Spaßverderber). Irrer Weise sind die Ureinwohner da tatsächlich so schnell gefahren.
So, jetzt aber mal genug Zynismus! Wie ich schon sagte, sind die Landschaften auf Madeira wirklich wunderschön. Es ist schon irgendwie ein tolles Gefühl, wenn man mit seinem Mietauto durch die Wolkendecke auf 1.300 Metern bricht, als würde man im Flugzeug sitzen. Mehr Landschaftsbeschreibung erspare ich jetzt mal einfach allen - sonst würde ich ja doch noch in den “Herr der Ringe”-Style verfallen.
Abschließend kann ich nur sagen: Wie immer im Leben muss man seine eigenen Erfahrungen sammeln. Madeira war auf jeden Fall eine Reise wert gewesen - schon alleine wegen der vielen Eindrücke.
Achso: Ich krieg von nix und niemandem irgendwelche Prozente für diesen Beitrag - ihr könnt das alles also für bare Münze nehmen!